Was bedeutet für uns "Freies Lernen"
„Freies Lernen“ bedeutet für uns: Ein Mensch lernt aus eigener Neugier, im eigenen Tempo und entlang seiner Interessen – ohne starren Lehrplan, Notendruck oder vorgegebene Lernwege.
Dabei heißt „frei“ nicht, dass Kinder allein gelassen werden. Erwachsene schaffen eine sichere, anregende Umgebung, bieten Materialien und Erfahrungen an, beantworten Fragen und unterstützen, wenn Hilfe gewünscht oder notwendig ist.
Freies Lernen basiert vor allem auf:
- Selbstbestimmung: Das Kind kann Themen, Zeitpunkt und Lernweg mitgestalten oder sogar komplett selbst wählen.
- Neugier: Lernen entsteht aus echten Fragen und persönlichen Interessen. Intrinsisches Lernen
- Eigenes Tempo: Entwicklung wird nicht ständig mit anderen verglichen. Vergleich ist der Weg ins Unglück.
- Alltag und Erfahrung: Lernen geschieht durch Spielen, Beobachten, Gespräche, Ausprobieren, Reisen und Mitmachen.
- Begleitung statt Belehrung: Erwachsene geben Halt und Orientierung, ohne jeden Schritt vorzugeben.
- Vertrauen: Kinder besitzen einen natürlichen Lerntrieb, der sich unter passenden Bedingungen entfalten kann.
Kurz gesagt: Beim freien Lernen wird Wissen nicht hauptsächlich „eingefüllt“. Das Kind entdeckt Zusammenhänge selbst und entwickelt dadurch Wissen, Selbstvertrauen, Kreativität, Eigenverantwortung und Freude am Lernen. Je nach Familie und rechtlichem Rahmen kann freies Lernen innerhalb der Schule, im häuslichen Unterricht oder im Rahmen eines selbstbestimmten Bildungsweges stattfinden.
Homeschooling vs Freies Lernen:
